Pumpen in der Pharmaindustrie fördern flüssige Medien unter strengen hygienischen Bedingungen, ohne das Produkt zu kontaminieren oder chemisch zu verändern. Sie müssen steril, rückstandsfrei reinigbar und mit aggressiven Desinfektionsmitteln kompatibel sein. Welche Pumpentypen dafür geeignet sind, was GMP-Konformität bedeutet und worauf bei Wartung und Reinigung zu achten ist, beantwortet dieser Artikel.
Eine Pumpe für die pharmazeutische Industrie muss in erster Linie produktschonend, hygienisch und rückstandsfrei reinigbar sein. Die Werkstoffe aller produktberührenden Teile müssen FDA-konform oder nach USP Class VI zugelassen sein, keine Partikel abgeben und chemisch inert gegenüber den geförderten Medien sowie den eingesetzten Reinigungsmitteln bleiben.
Darüber hinaus gelten folgende Kernanforderungen:
Besonders in der Biotechnologie und der Herstellung von Injektionslösungen sind diese Anforderungen nicht verhandelbar. Schon kleinste Verunreinigungen können eine gesamte Charge unbrauchbar machen oder Patienten gefährden.
In der Pharma- und Kosmetikindustrie kommen vor allem Drehkolbenpumpen, Schlauchpumpen (auch Peristaltikpumpen oder Schlauchquetschpumpen genannt) sowie Kreiselpumpen in hygienischer Ausführung zum Einsatz. Die Wahl des Pumpentyps hängt vom Fördermedium, der geforderten Genauigkeit und den hygienischen Anforderungen ab.
Die wichtigsten Pumpentypen im Überblick:
Für anspruchsvolle hygienische Anwendungen in der Pharmazie und Biotechnologie ist die Drehkolbenpumpe häufig die erste Wahl, da sie präzise dosiert, schonend fördert und vollständig CIP/SIP-fähig ist.
Eine aseptische Ausführung bedeutet, dass die Pumpe so konstruiert ist, dass keine Mikroorganismen in das geförderte Medium gelangen können. Das betrifft sowohl die Werkstoffauswahl als auch die Konstruktion aller produktberührenden Flächen, Dichtungen und Verbindungsstellen.
Aseptische Pharmapumpen zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:
Wir bieten eine Aseptik-Baureihe an, die speziell für sterile Anwendungen in der Pharmazie, Biotechnologie und Lebensmittelindustrie entwickelt wurde. Diese Pumpen erfüllen die höchsten Reinheitsanforderungen und sind für den Dauerbetrieb unter sterilen Bedingungen ausgelegt.
Der wesentliche Unterschied liegt im Förderprinzip und im Kontaktverhalten mit dem Medium: Die Drehkolbenpumpe fördert durch rotierende Kolben im Pumpgehäuse und ist besonders für viskose oder scherempfindliche Medien geeignet, während die Schlauchpumpe das Medium ausschließlich durch einen Schlauch leitet, ohne dass es mit dem Pumpengehäuse in Berührung kommt.
Die Drehkolbenpumpe überzeugt durch präzise, pulsationsarme Förderung und eignet sich hervorragend für Medien wie Gele, Cremes, Zellsuspensionen oder Sirup. Sie ist vollständig CIP/SIP-fähig, lässt sich ohne Werkzeug zerlegen und bietet hohe Reproduzierbarkeit bei der Dosierung. Ihre Lebensdauer ist bei korrekter Wartung sehr hoch.
Die Schlauchpumpe, im süddeutschen Raum auch Schlauchquetschpumpe oder Peristaltikpumpe genannt, bietet den Vorteil vollständiger Produkttrennung. Das Medium berührt nur den Schlauch, der bei Bedarf einfach gewechselt wird. Das macht sie ideal für Einweganwendungen, toxische Substanzen oder Medien, die keine Metallkontamination dulden. Nachteil: Der Schlauch unterliegt mechanischem Verschleiß und muss regelmäßig ersetzt werden.
Eine Pumpe gilt als GMP-konform (Good Manufacturing Practice), wenn sie nachweislich so konstruiert, gefertigt und dokumentiert ist, dass sie pharmazeutische Prozesse ohne Qualitätsrisiko unterstützt. GMP ist keine Zertifizierung der Pumpe selbst, sondern eine Anforderung an den gesamten Produktionsprozess, in den die Pumpe eingebunden ist.
Bei der GMP-Qualifizierung einer Pumpe werden typischerweise folgende Punkte geprüft:
Hersteller, die für den Pharmaeinsatz liefern, stellen in der Regel vollständige Dokumentationspakete bereit, die die Qualifizierung durch den Betreiber erleichtern.
Bei der Wartung und Reinigung von Pharmapumpen gilt der Grundsatz: Keine Maßnahme ohne Dokumentation. Jeder Reinigungszyklus, jeder Dichtungswechsel und jede Inspektion muss protokolliert werden, um die GMP-Konformität des Gesamtprozesses aufrechtzuerhalten.
Wichtige Punkte bei der Reinigung:
Bei der Wartung gilt: Nur Original-Ersatzteile verwenden, da nur diese die ursprünglich validierten Werkstoffeigenschaften garantieren. Eigenbauten oder Fremdteile gefährden nicht nur die Pumpenleistung, sondern auch die GMP-Konformität der gesamten Anlage.
Wir bei Steinle Industriepumpen sind seit über 30 Jahren auf anspruchsvolle Industriepumpen spezialisiert und kennen die besonderen Anforderungen der pharmazeutischen Industrie aus der Praxis. Für sterile und hygienisch kritische Anwendungen bieten wir:
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