Luftblasen beim Pumpen von Cremes lassen sich am zuverlässigsten verhindern, indem man einen Pumpentyp wählt, der das Medium schonend und ohne Luftkontakt fördert, insbesondere Schlauchpumpen oder Drehkolbenpumpen. Entscheidend ist dabei, dass die Pumpe das viskose Medium verdrängt, anstatt es zu rühren oder zu zerreißen. Die folgenden Fragen klären, warum Luftblasen entstehen, welche Pumpen geeignet sind und welche Maßnahmen im laufenden Betrieb helfen.
Luftblasen entstehen beim Pumpen von Cremes, wenn Luft in den Förderweg eingetragen wird, entweder durch Kavitation, undichte Saugleitungen, zu hohe Fördergeschwindigkeit oder eine falsch gewählte Pumpe. Viskose Medien wie Cremes fließen langsamer nach als Wasser, was bei ungeeigneten Pumpen dazu führt, dass Unterdruck entsteht und Luft angesaugt wird.
Bei Cremes kommt erschwerend hinzu, dass sie oft Emulsionen sind, also Gemische aus Wasser und Öl, die durch Lufteintrag ihre Struktur verlieren können. Selbst kleine Lufteinschlüsse können die Qualität des Endprodukts beeinträchtigen, zum Beispiel durch veränderte Konsistenz, Blasenbildung in der Verpackung oder ungleichmäßige Dosierung. Besonders in der Pharma- und Kosmetikbranche sind solche Abweichungen nicht tolerierbar.
Weitere häufige Ursachen für Lufteinschlüsse beim Pumpen:
Für das Fördern von Cremes sind Schlauchpumpen (auch Peristaltikpumpen genannt), Drehkolbenpumpen und Druckluftmembranpumpen am besten geeignet. Diese Pumpentypen arbeiten nach dem Verdrängerprinzip, fördern das Medium also schonend und ohne Luftkontakt, ein entscheidender Vorteil bei viskosen, strukturempfindlichen Medien.
Die Schlauchpumpe, im süddeutschen Raum auch Schlauchquetschpumpe oder Peristaltikpumpe genannt, quetscht das Medium durch einen flexiblen Schlauch vorwärts. Das Medium kommt dabei ausschließlich mit dem Schlauchinneren in Berührung, Luft wird nicht eingetragen. Schlauchpumpen eignen sich besonders gut für hochviskose Cremes, da sie selbstansaugend sind und auch bei zähen Medien zuverlässig arbeiten.
Die Drehkolbenpumpe ist die erste Wahl für hygienisch anspruchsvolle Anwendungen, etwa in der Pharmazie oder Kosmetikproduktion. Sie fördert das Medium durch rotierende Kolben schonend und nahezu pulsationsfrei. Dank ihrer aseptischen Bauweise ist sie auch für sterile Prozesse geeignet. Lufteinschlüsse sind bei korrekter Auslegung praktisch ausgeschlossen.
Die Druckluftmembranpumpe eignet sich für Cremes mit mittlerer Viskosität. Sie arbeitet ohne elektrischen Antrieb, ist explosionsgeschützt und selbstansaugend. Bei sehr hochviskosen Cremes kann sie jedoch an ihre Grenzen stoßen, wenn das Medium nicht schnell genug nachfließt, was wiederum Lufteinschlüsse begünstigen kann.
Eine Schlauchpumpe verhindert Lufteinschlüsse, weil ihr Funktionsprinzip keinen offenen Flüssigkeitskontakt mit der Pumpenkammer erfordert. Der Schlauch wird durch Rollen oder Schuhe von außen zusammengedrückt, wodurch das Medium wie durch eine Tube vorwärts bewegt wird. Es entsteht kein Saugraum, in dem Luft angesaugt werden könnte.
Dieses Verdrängerprinzip hat bei viskosen Medien wie Cremes mehrere Vorteile:
Wichtig ist, dass der Schlauch zum Medium und zur Viskosität passt. Ein zu steifer Schlauch oder ein zu kleiner Schlauchdurchmesser kann das Nachfließen behindern und indirekt Luftblasen begünstigen. Für Cremes mit sehr hoher Viskosität empfiehlt sich ein kurzer, weiter Saugweg und eine niedrige Drehzahl.
Im laufenden Betrieb lassen sich Lufteinschlüsse beim Pumpen von Cremes durch angepasste Fördergeschwindigkeit, dichte Verbindungen und einen optimierten Saugweg deutlich reduzieren. Viele Luftprobleme entstehen nicht durch die Pumpe selbst, sondern durch die Anlagenperipherie.
Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:
Ein Pumpenwechsel ist sinnvoll, wenn Luftblasen trotz optimierter Einstellungen und dichter Leitungen dauerhaft auftreten, denn dann ist in der Regel der Pumpentyp grundsätzlich ungeeignet für das Medium. Nachjustieren hilft nur, wenn die Pumpe prinzipiell für viskose Cremes ausgelegt ist, aber suboptimal betrieben wird.
Typische Anzeichen dafür, dass ein Pumpenwechsel notwendig ist:
In solchen Fällen ist es wirtschaftlich sinnvoller, frühzeitig auf einen geeigneteren Pumpentyp umzusteigen, als dauerhaft mit Qualitätsproblemen und erhöhtem Wartungsaufwand zu arbeiten. Für Anwendungen in der Kosmetik und Pharmazie gilt das besonders, da hier Produktqualität und Prozesssicherheit nicht verhandelbar sind.
Wir bei Steinle Industriepumpen unterstützen Betreiber industrieller Prozessanlagen dabei, die richtige Pumpe für viskose Medien wie Cremes, Salben oder Emulsionen zu finden und dauerhaft zuverlässig zu betreiben. Unser Portfolio umfasst genau die Pumpentypen, die für diese Anforderungen ausgelegt sind:
Wenn Lufteinschlüsse Ihre Produktion beeinträchtigen oder Sie eine neue Anlage für die Cremeförderung planen, sprechen Sie uns an. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf, wir helfen Ihnen, die passende Lösung schnell und unkompliziert zu finden.