In der chemischen Industrie werden Pumpen täglich mit aggressiven Medien konfrontiert: konzentrierte Säuren, Laugen, Lösungsmittel und Gemische, die herkömmliche Werkstoffe in kürzester Zeit zerstören. Steinle Industriepumpen liefert chemikalienbeständige Pumpenlösungen, die zuverlässig und leckagefrei arbeiten — auch unter extremen Bedingungen.
Ob PTFE, PE, PVDF oder Edelstahl 316L: Unsere Druckluftmembranpumpen, Kreiselpumpen und Schlauchpumpen sind für den sicheren Umgang mit Säuren, Laugen und Lösungsmitteln ausgelegt — ATEX-fähig, dichtungslos und WHG-konform.
In der chemischen Verfahrenstechnik gelten höchste Anforderungen an Werkstoffbeständigkeit, Dichtheit und Betriebssicherheit. Konventionelle Pumpen mit Gleitringdichtungen und metallischen Gehäusen stoßen hier schnell an ihre Grenzen — Korrosion, Leckagen und ungeplante Stillstände sind die Folge.
Steinle bietet Pumpen, die speziell für die Anforderungen der chemischen Industrie konstruiert sind:
Für die unterschiedlichen Anforderungen in der Chemie bieten wir sechs bewährte Pumpentypen an:
Hermetisch dicht gemäß TA Luft — der sichere Standard für aggressive Chemikalien
Da Druckluftmembranpumpen als hermetisch dicht gelten, entsprechen sie der TA Luft und erfüllen damit höchste Emissionsschutzanforderungen in der Chemie. Sie sind über die Druckluftzufuhr einfach zu regeln, arbeiten selbstansaugend und trockenlaufsicher und können gegen geschlossene Schieber fahren. Bei Chemiepumpen bestehen hinsichtlich der chemischen Beständigkeit höchste Anforderungen — wir liefern Pumpen aus PE und PTFE bei den Kunststoffen sowie eine Edelstahlbaureihe aus AISI 316L als Standard. Auch Pumpen aus Hastelloy und sämtliche ATEX-Ausführungen bis Zone 0 sind verfügbar.
Chemie-Einsatz: Umfüllen von Säuren und Laugen, Befüllung von Reaktoren, Entleerung von IBC-Containern, Dosierung von Additiven, Transfer aggressiver Lösungsmittel.
Alle Vorteile der Membranpumpe — ohne Druckluftanschluss
Überall wo keine Druckluft zur Verfügung steht oder das Luftnetz überlastet ist, können elektrische Membranpumpen eingesetzt werden. Sie vereinen die positiven Eigenschaften der Druckluftmembranpumpen — dichtungslose Bauart, chemische Beständigkeit, Selbstansaugung — mit einem energieeffizienten Elektroantrieb. Nahezu das gesamte Pumpenspektrum der Druckluftmembranpumpen ist auch mit Elektroantrieb lieferbar, einschließlich Ex-Schutz für Zone 1. Zu beachten: Elektrische Membranpumpen können nicht gegen geschlossene Schieber arbeiten.
Chemie-Einsatz: Kontinuierliche Dosierung von Chemikalien, Prozesspumpe in automatisierten Anlagen, Standorte ohne Druckluftversorgung, Überlastung bestehender Druckluftnetze.
Große Fördermengen bis 125 m³/h — auch hermetisch dicht per Magnetkupplung
Ein umfangreiches Programm an Kreiselpumpen aus Edelstahl und PP/PVDF steht für den Transport größerer Fördermengen in der chemischen Industrie bereit. Die Standardbaureihen CT und CTX verfügen über Gleitringdichtungen, während die Baureihe CTM magnetgekuppelt und somit hermetisch dicht ist — sie entspricht den Anforderungen der TA Luft. Für große Fördermengen bis 125 m³/h und hohe Förderdrücke bis 88 mWS ist die Baureihe CTX als extrem robuste Edelstahlpumpe ausgelegt.
Chemie-Einsatz: Kreislauf-Förderung in Prozessanlagen, Transfer von Lösungsmitteln, Umwälzung in Galvanikbädern, Kühlkreisläufe mit chemisch belasteten Medien.
Hervorragendes Saugvermögen — auch für Dosieraufgaben einsetzbar
Schlauchpumpen werden in der Chemie überwiegend wegen ihres hervorragenden Saugvermögens eingesetzt. Das Fördermedium berührt ausschließlich den Schlauch — das gewährleistet maximale Sicherheit bei hochaggressiven Chemikalien. Bei entsprechender Regelung können sie auch zu Dosieraufgaben eingesetzt werden. Wichtig: Bei der Auswahl muss sehr genau auf die Materialverträglichkeit der Schläuche mit dem jeweiligen Fördermedium geachtet werden.
Chemie-Einsatz: Präzise Dosierung aggressiver Chemikalien, Förderung kontaminierender Medien, Probenahme, Laboranwendungen, Ansaugung aus tiefliegenden Behältern.
Großes Programm mit chemischer Beständigkeit für Fass- und Kleinbehälterentleerung
Häufig müssen Chemikalien aus kleinen Behältern oder Fässern einem Prozess zugeführt werden. Hierfür verfügen wir über ein großes Programm an Fasspumpen, die die entsprechende chemische Beständigkeit aufweisen. Von der einfachen Handpumpe bis zur motorgetriebenen Fasspumpe in ATEX-Ausführung bieten wir die passende Lösung für die sichere, tropffreie Entnahme aggressiver Medien.
Chemie-Einsatz: Entleerung von Säure- und Laugenfässern, Zuführung von Chemikalien aus Kleinbehältern in Prozesse, Abfüllung chemischer Lösungen, mobile Chemikalienversorgung.
In vielen chemischen Prozessen ist ein möglichst pulsationsarmer Förderstrom erforderlich, um nachgeschaltete Durchflussmessungen exakt durchführen zu können. Steinle bietet zwei Bauarten: Die aktiven In-Line-Pulsationsdämpfer von Tapflo mit PTFE-Membranen werden durchströmt und laufen bei vertikaler Montage vollkommen leer — ideal für hochreine Anwendungen. Für Standard-Chemie-Prozesse stehen zusätzlich Blasendämpfer aus Edelstahl oder PP/PVDF zur Verfügung, die sich direkt in bestehende Leitungssysteme integrieren lassen.
Chemie-Einsatz: Präzise Dosierung in Mischprozessen, exakte Durchflussmessung, Schutz empfindlicher Messtechnik, gleichmäßige Beschichtungsprozesse,
Ergänzung zu Membran- und Schlauchpumpen in der Feinchemie und Galvanik.
Unsere Pumpen kommen in zahlreichen Prozessen der chemischen Verfahrenstechnik zum Einsatz:
Säure- & Laugentransfer
Umfüllen, Dosieren, Neutralisation
Lösungsmittel-Förderung
Aceton, Toluol, Alkohole — Ex-geschützt
Reaktorbeschickung
Dosierung von Edukten und Katalysatoren
IBC- & Fassumfüllung
Restentleerung, Gebindewechsel
Abwasserbehandlung
Neutralisation, Flockungsmitteldosierung
Galvanik & Oberfläche
Badumwälzung, Chemikalienzufuhr
Reinigung & CIP
Säure- und Laugenkreisläufe
Probenahme & Analytik
Kontaminationsfreie Medienentnahme
Universelle Chemikalienbeständigkeit
PTFE, PE, PVDF und Edelstahl 316L — für nahezu jedes Medium die passende Werkstoffkombination.
Keine Gleitringdichtung
Dichtungslose Membranpumpen und Magnetkupplungspumpen eliminieren die häufigste Leckagequelle.
ATEX-konforme Ausführungen
Druckluftbetriebene Pumpen ohne elektrische Zündquelle — sicher im Ex-Bereich.
Selbstansaugend & trockenlaufsicher
Kein Vorfüllen, kein Schaden bei leerem Behälter — ideal für Batch-Betrieb.
WHG-konforme Lösungen
Pumpen mit Auffangwannen und Leckagesensoren für den gewässerschutzkonformen Betrieb.
Kompetente Anwendungsberatung
Unsere Ingenieure unterstützen Sie bei Werkstoffauswahl, Auslegung und Systemintegration.
Für Säuren und Laugen empfehlen wir Druckluftmembranpumpen in PTFE oder PE. PTFE ist nahezu universell chemikalienbeständig und eignet sich für konzentrierte Säuren, während PE eine wirtschaftliche Lösung für viele anorganische Säuren und Laugen darstellt. Für kontinuierliche Prozesse mit hohen Fördermengen kommen auch Kreiselpumpen in Edelstahl 316L oder PVDF infrage.
PTFE (Polytetrafluorethylen) ist nahezu universell chemikalienbeständig und temperaturbeständig bis ca. 100°C. PE (Polyethylen) ist kostengünstiger und beständig gegen viele Säuren und Laugen, jedoch nicht gegen organische Lösungsmittel. Die Werkstoffwahl hängt vom Fördermedium, der Konzentration und der Betriebstemperatur ab — unsere Anwendungsberatung hilft bei der Auswahl.
Ja. Druckluftmembranpumpen benötigen keinen elektrischen Antrieb und sind daher von Natur aus für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX-Zonen) geeignet. Steinle bietet ATEX-konforme Ausführungen in verschiedenen Werkstoffen an — abgestimmt auf die jeweilige Zone und Stoffgruppe.
Unsere Druckluftmembranpumpen arbeiten dichtungslos und ohne rotierende Welle — es gibt keine Gleitringdichtung, die versagen kann. Bei Kreiselpumpen setzen wir auf Magnetkupplungstechnik für eine hermetisch dichte Förderung. Zusätzlich können Pumpen mit Leckagesensoren und WHG-konformen Auffangwannen ausgestattet werden.
Unsere Pumpen für die chemische Industrie können ATEX-konform ausgeführt werden und erfüllen die Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Je nach Anwendung sind weitere Zertifizierungen wie FDA-Konformität oder spezifische Werkstoffzeugnisse (z. B. 3.1-Zeugnisse nach EN 10204) möglich.
Druckluftmembranpumpen fördern bis über 1.000 l/min bei bis zu 8 bar. Kreiselpumpen erreichen je nach Baureihe Fördermengen von wenigen Litern bis zu mehreren hundert Kubikmetern pro Stunde. Schlauchpumpen eignen sich für kleinere Mengen mit hoher Dosiergenauigkeit. Die genaue Auslegung erfolgt anhand Ihrer Anwendungsparameter — sprechen Sie uns an.
Sie suchen eine chemikalienbeständige Pumpe für Säuren, Laugen oder Lösungsmittel? Unsere Anwendungsingenieure beraten Sie — unverbindlich und kostenlos.